Dentale Erosion, auch bekannt als säurebedingter Zahnschmelzabbau, Säure-, Zahnschmelz oder Zahn-Erosion, stellt ein zunehmendes Problem dar und könnte die langfristige Gesundheit unserer Zähne gefährden – eine echte Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Und doch wissen nur wenige Menschen darüber Bescheid.

Eine bahnbrechende Studie konnte zeigen, dass die moderne, säurereiche Ernährungsweise Zahnschmelzerosion verursachen kann.

Was ist DIE SAURE WAHRHEIT?
fast 30 % der jungen Erwachsenen bereits erste Anzeichen von Zahnschmelzerosion aufweisen.

Zahnschmelzerosion tritt mit zunehmendem Alter bekanntlich verstärkt auf. Die Studienergebnisse zeigen, dass fast 30 % der jungen Erwachsenen (18–35) erste Anzeichen aufweisen.

Wir selbst können die ersten Anzeichen von Zahnschmelzabbau nicht sehen. Wenn ein Zahnarzt aber unsere Zähne auf Karies oder die Ursachen von Schmerzen untersucht, wird er ebenfalls überprüfen, ob unser Zahnschmelz schwach, dünn, transparent bzw. durchsichtig, gelblich oder matt ist.

Eine moderne, säurereiche Ernährungsweise könnte Ihre Zähne stärker gefährden als Sie vielleicht erwarten.

Bereits vier säurehaltige Getränke oder Speisen am Tag können das Risiko von säurebedingtem Zahnschmelzabbau Ihrer Zähne erhöhen.

Damit sind nicht nur Limonaden und Wein gemeint. Überraschenderweise stellen auch gesündere Alternativen ein Risiko dar: Obst, Säfte, kohlensäurehaltiges Wasser mit Zitrone und sogar Salatdressings zählen zu den täglichen Getränken und Speisen, die Säure enthalten.

So gefährdet die moderne Ernährungsweise die Gesundheit unserer Zähne. Das ist DIE SAURE WAHRHEIT.

Zahnschmelz- und säurebedingter
Zahnschmelzabbau

Zahnschmelz ist die weiße und mineralreiche äußere Schicht unserer Zähne. Zahnschmelz ist nicht nur stark, er ist sogar die härteste Substanz unseres Körpers. Daher ist es umso erstaunlicher, dass die Säuren in den Getränken und Speisen, die wir täglich zu uns nehmen, ausreichen, um unseren Zahnschmelz zu schwächen bzw. erweichen. Erweichung erhöht das Risiko des Zahnschmelzabbaus. Der Zahnschmelz kann mit der Zeit dünner, matter und transparenter werden, was letztendlich dazu führen kann, dass die gelbliche Schicht darunter durchscheint. Dies sind nur einige Auswirkungen des säurebedingten Zahnschmelzabbaus.

Zahnschmelzerosion bezeichnet den Verlust der Zahnsubstanz (d. h. Zahnschmelz) und ist nicht mit Karies zu verwechseln. Zahnschmelzabbau kann durch mechanische (z. B. Knirschen) oder chemische (z. B. säurehaltige Lebensmittel) Faktoren begünstigt werden. Dentale Erosion oder säurebedingter Zahnschmelzabbau bezeichnet den Abbau von Zahnschmelz, der häufig durch säurehaltige Lebensmittel verursacht wird.

1. Bartlett et al., J. Dent. 2013, 41:1007-1013.

2. Deery et al., Pediatr. Dent. 2000, 22:505-510.